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Aktuelles 2019

Kurznachrichten 03/2019+

Liebe Mitglieder,

noch vor Beginn der Gewandhaussaison 2019/2020 sollen Sie in der Sommerpause unsere „Nachrichten …“ erhalten. Wir freuen uns, Ihnen einen positiven Bericht über unsere Jahresmitgliederversammlung 2019 geben zu können. Positiv deshalb, weil wir Vorständler den Eindruck gewonnen haben, dass es eine wiederum sehr gelungene Jahresmitgliederversammlung war. Selbstverständlich finden Sie in diesem Heft auch die Termine der zehn „Treffs im Nikisch-Eck“.

Auch im Namen der weiteren Vorstandsmitglieder grüße ich Sie vielmals!

Ihr

Dr. Andreas Creuzburg
Vorstandsvorsitzender

1. Jahresmitgliederversammlung 2019


Zu unserer großen Freude hatten sich am 17. Mai um 15:00 Uhr im Schumann-Eck 116 Mitglieder und zwei Gäste zu unserer Jahresversammlung eingefunden. Wie schon zu einer schönen Tradition geworden, waren auch der Gewandhausdirektor, Herr Prof. Andreas Schulz, der Verwaltungsdirektor, Herr Prof. Dr. Gereon Röckrath sowie der Vorsitzende des Orchestervorstandes, Herr Tobias Haupt erschienen. Zunächst jedoch gab es nach der Begrüßung durch Herrn Dr. Andreas Creuzburg die ebenso traditionelle „Musikalische Begrüßung“ durch Gewandhausmusiker. „Passend“ zu der vorgesehenen Übergabe eines Kontrafagotts im abendlichen Konzert traten vier Fagottisten unseres Orchesters auf, die Herren Riccardo Terzo, Thomas Ritschel, Hans Schlag und Eckehard Kupke. Herr Kupke, mit einem Kontrafagott „versehen“, richtete vor dem musikalischen Gruß ganz herzliche Dankesworte an uns, um seine Freude über das von uns finanzierte Kontrafagott auszudrücken. Aus diesem Grund spielte er zu Beginn auf seinem tieftönenden Instrument ein witziges Kontrafagott-Solo mit dem Namen „Bass-Nachtigall“. Allein dieser Titel ließ ahnen, dass es ein witziges kleines Werk würde, das Eckehard Kupke zu unserer Freude virtuos zu Gehör brachte. Anschließend erklang der vierte Satz der „Symphonie Fantastique“ von Hector Berlioz, arrangiert für drei Fagotte und ein Kontrafagott. Wie Herr Kupke verriet, hatte sich Herr Dr. Creuzburg diesen Satz gewünscht, weil er ihn unlängst in einem Bürgerkonzert im Gohliser Schlösschen von Gewandhausfagottisten gehört hatte. Aber: Herr Kupke war der einzige Musiker, der damals im Gohliser Schlösschen musiziert hatte; die drei zuvor genannten Musiker hatten extra für uns dieses Stück einstudiert! Viele unserer Mitglieder kannten natürlich diesen Satz aus der populär gewordenen Sinfonie und hatten ihre helle Freude an der witzigen Bearbeitung für diese vier Holzblasinstrumente. Entsprechend begeistert war der Beifall, wobei noch anzumerken ist, dass Riccardo Terzo wenige Tage zuvor seine Probezeit im Gewandhausorchester erfolgreich beendet hatte und ab sofort als Solo-Fagottist im Gewandhausorchester tätig sein wird. Herzliche Gratulation und beste musikalische Wünsche noch nachträglich an den neuen Gewandhausmusiker aus Italien! – Herr Prof. Schulz fand anschließend herzliche Worte, um unserer Gesellschaft Dank für die finanzielle Unterstützung, die unsere Mitglieder dem Gewandhaus ermöglichen, zu sagen. Er nahm noch einmal Bezug auf die Übergabe der transportablen Wegscheider-Orgel, unser bisher finanziell anspruchsvollstes Projekt. Und er freute sich, dass wir kurze Zeit später wiederum in der Lage waren, dem Gewandhausorchester ein Instrument im Wert von 30.000 Euro übergeben zu können. – Herr Tobias Haupt fand direkt zu Herzen gehende Worte, indem er, ausgehend von unseren Instrumentengaben, darüber reflektierte, welches Verhältnis ein Musiker zu seinem Instrument entwickelt. Die Beziehung dazu, so sagte er den verständnisvoll schmunzelnden Anwesenden, sei doch eine völlig andere als zu einem Hammer oder zu einem Schraubenzieher. Ein Musiker lege eben ein großes Stück seiner Persönlichkeit und seines Fühlens in sein Instrument; es gehöre einfach zu ihm dazu, so Tobias Haupt.

Nach den mit viel Beifall aufgenommenen Grußworten begann die Jahresmitgliederversammlung entsprechend der Tagesordnung. Den Ablauf entnehmen Sie bitte dem nachfolgend abgedruckten Protokoll.

Selbstverständlich gab es dann am Abend unseres Versammlungstages das „Große Concert der Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig“, das diesmal mit der europäischen Erstaufführung des von Sebastian Courrier komponierten Violinkonzertes „Aether“ stattfand. (Wenige Tage zuvor hatte dieses Werk seine Uraufführung in Boston erlebt. Die dortige Solistin war ebenfalls die lettische Geigerin Baiba Skride. Sowohl Andris Nelsons, ganz besonders die phänomenal musizierende Baiba Skride, aber auch der anwesende Komponist erhielten im voll besetzten Grossen Saal ganz besonders viel Beifall,  deutlichst über einen Achtungsbeifall hinausgehend. Wegen der Direktübertragung dieses Konzerts im Mitteldeutschen Rundfunk erfolgte unmittelbar nach diesem Werk die Übergabe des Kontrafagotts durch den Vorsitzenden unserer Gesellschaft, Herrn Dr. Creuzburg, im Beisein von Herrn Prof. Dr. Röckrath und Herrn Haupt. Das zunächst mit einem schwarzen Tuch verhüllte auf dem Podium stehende Instrument wurde mit viel Beifall begrüßt, als Herr Dr. Creuzburg das Tuch hob. In seinem Dank an die anwesenden Mitglieder unserer Gesellschaft im Konzert und stellvertretend für alle Mitglieder für die Finanzierung dieses Instruments so kurz nach dem Großprojekt „Kleine Saalorgel“ schwoll zu einem herzlichen und langen Beifall aller Konzertbesucher an. Herzliche Dankesworte von Herrn Prof. Dr. Röckrath und Herrn Haupt beendeten die kurze, aber „schwerwiegende“ Übergabe.

Nach der Pause erklang die Fünfte Sinfonie c-Moll von Peter Tschaikowski in einer ungemein packenden Interpretation vom Gewandhausorchester mit Andris Nelsons. Dieses Werk ging dann mit auf die wenige Tage später beginnende Konzertreise des Gewandhausorchesters nach Madrid und Asien. Mit Genehmigung der „Leipziger Volkszeitung“ finden Sie hier auch die Besprechung dieses Konzerts. Wie schön, dass auch die finanziellen 
Aktivitäten unserer Gesellschaft erwähnt wurden.

Obwohl im Gewandhaus zur gleichen Zeit ein für das Gewandhaus wichtiger Empfang für Unternehmer stattfand, hatte dieses Haus es dennoch ermöglicht, auch für uns einen Empfang ausrichten zu können, diesmal im uns doch sehr bekannten „Nikisch-Eck“. Zu unserer großen Freude erschienen sowohl Andris Nelsons, Baiba Skride als auch der Komponist Sebastian Courrier. Von Herrn Dr. Creuzburg herzlich begrüßt und bedankt für das wunderbare Konzert gab es natürlich auch weitere Gespräche von Mitgliedern unserer Gesellschaft mit diesen drei Künstlern. Aber auch der Wunsch nach Autogrammen wurde, wie wir es fast schon bei Andris Nelsons „gewohnt“ waren, gern erfüllt.

Kein Wunder, dass nach dem so schönen Konzert, dem appetitlichen Büffet und so manchem „Gläschen“ die letzten Gäste des Empfangs erst kurz vor Mitternacht das Haus verließen.

Der Vorstand möchte, mit Sicherheit auch im Namen von Ihnen, liebe Mitglieder, dem Gewandhaus zu Leipzig ganz herzlich für die umfangreiche und kundige Unterstützung sowohl bei der Vorbereitung unserer Jahresversammlung als auch, eingeschlossen das Team um Frau Grünert vom Hotel Michaelis, für den gelungenen Empfang ganz herzlich danken!

2. Protokoll (Auszüge) über die Jahresmitgliederversammlung 2019


Die Jahresmitgliederversammlung der „Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig e. V.“ fand in diesem Jahr am Freitag, 17. April 2019 im Schumann-Eck des Gewandhauses zu Leipzig statt.
Der Vorstand war mit Herrn Dr. Andreas Creuzburg, Frau Ursula Kaiser, Herrn Harald Beer, Herrn Christian Prager und Herrn Max Lier vollständig vertreten.
Laut Mitgliederliste nahmen an der Jahresmitgliederversammlung 116 Mitglieder und zwei Gäste teil.

TOP 1 - Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden
Der Vorstandsvorsitzende Herr Dr. Creuzburg eröffnete 15:00 Uhr die Versammlung mit einer herzlichen Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste. Er freute sich über die rege Teilnahme. Ein besonderer Gruß galt allen Mitgliedern, die aus einem mehr als 30 km entfernten Ort angereist waren. Auch jene seit April 2018 neu eingetretenen Mitglieder wurden noch einmal besonders begrüßt. Der Verwaltungsdirektor des Gewandhauses zu Leipzig, Herr Prof. Dr. Gereon Röckrath sowie der Orchestervorstand Herr Tobias Haupt waren von Beginn an anwesend. Auch sie wurden von Herrn Dr. Creuzburg begrüßt.

TOP 2 - Musikalische Begrüßung
Anschließend folgte die „Musikalische Begrüßung“ durch den Fagottisten im Gewandhausorchester, Herrn Eckehard Kupke. Nach seiner humorvollen Einführung spielte er von Erwin Schulhoff eines der seltenen Solostücke für Kontrafagott „Die Bassnachtigall“, 1. Satz. Das Kontrafagott hörten wir danach noch einmal, diesmal gemeinsam mit drei Fagotten (Hr. Schlag, Hr. Terzo, Hr. Ritschel) mit den für 3 Fagotte und Kontrafagott arrangierten 4. Satz („Der Gang zum Richtplatz“) aus der „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz. Für die wunderschöne und witzige musikalische Einstimmung auf die Versammlung und den bevorstehenden Abend wurde den vier Musikern mit Begeisterung und Blumen gedankt.

TOP 3 - Grußworte vom Gewandhaus und Gewandhausorchester
Prof. Andreas Schulz kam hinzu und richtete einige Grußworte an die Mitglieder. Er konnte leider aufgrund einer parallel stattfindenden Veranstaltung nur kurz „hereinschauen“. Er dankte den Mitgliedern für das Kontrafagott und für die Unterstützung des Gewandhausorchesters (Konzertbesuche, Mitgliedsbeiträge, Kartenkäufe, Besuche der Generalproben, …). Er berichtete von der Pressekonferenz zum Mahlerfestival und den bereits sehr erfolgreich angelaufenen Kartenvorverkäufen. Damit übergab Prof. Schulz das Wort wieder an Herrn Dr. Creuzburg, der die Gelegenheit nutzte, sich insbesondere bei Herrn Poitz für die unkomplizierte und sachkundige Vorbereitung der Versammlung zu bedanken, ehe er das Wort Herrn Tobias Haupt übergab.
Herr Tobias Haupt sprach von der besonderen Beziehung zwischen Musikern und ihren Instrumenten, von der Verschmelzung beider als lebenslange Verbindung. Er bedankte sich sowohl für das Kontrafagott, das nun auch ein Teil einer solchen Verschmelzung werden kann, als auch für die Freude, die dieses Instrument den Fagottisten und den Konzertbesuchern bereiten wird.
Nach diesem mit viel Beifall aufgenommenen Gruß verabschiedeten sich Herr Prof. Andreas Schulz und Herr Tobias Haupt von der Versammlung.

TOP 4 - Änderungsvorschläge zur Tagesordnung und Beschluss der Tagesordnung
Herr Christian Prager übernahm die Versammlungsleitung. Er stellte fest, dass die Einladungen frist- und formgerecht zugegangen waren, und mit ihnen der Vorschlag zur Tagesordnung. Er informierte, dass keine schriftlichen Ergänzungswünsche zur Tagesordnung eingegangen waren. Herr Prager fragte die anwesenden Mitglieder nach Ergänzungswünschen. Diese gab es nicht. Daher ließ er die anwesenden Mitglieder zum Vorschlag der Tagesordnung abstimmen.

Die Tagesordnung hatte folgenden Wortlaut:
1.    Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Dr. Andreas Creuzburg
2.    Musikalische Begrüßung
3.    Grußworte von Gewandhaus und Gewandhausorchester
4.    Änderungsvorschläge zur Tagesordnung
5.    Bericht des Vorstandes
6.    Kassenbericht (Herr Max Lier) (Exemplare des Kassenberichtes stehen zur Versammlung zur Verfügung)
7.    Bericht der Kassenprüfer über die Kassenprüfung (Frau Steinforth / Herr Pester)
8.    Diskussion zu Vorstands- und Kassenbericht
9.    Antrag auf Entlastung des Vorstandes und Abstimmung der Mitgliederversammlung
10.    Wahl eines weiteren Vorstandsmitgliedes. Als Kandidatin hat sich Frau Jana Schmidt zur Verfügung gestellt. (kooptiertes Vorstandsmitglied – siehe „Nachrichten …“ Nr. 2 / August 2018, S. 26)
11.    Schlussworte des Vorsitzenden
Herr Prager stellte fest, dass es bei der Abstimmung weder Enthaltungen noch Gegenstimmen zum Vorschlag der Tagesordnung gab. Die Tagesordnung galt damit als angenommen (TOP 4).

TOP 5 - Vorstandsbericht

Diesen erstattete der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Creuzburg.

Folgende Gliederung:

5.1.    Mitgliederentwicklung
5.2.    Aktivitäten nach außen
5.3.    Wahrnahme in der Öffentlichkeit
5.4.     Aktivitäten nach innen
5.5.     Ausblick

5.1. Mitgliederentwicklung

Die Mitgliederzahl betrug per 15.04.2018: 772 (einschl. 20 Firmenmitgliedschaften)
Eintritte bis zum 12.05.2019: 51
Austritte/Beendigungen bis zum 12.05.2019: 38
Streichungen: 0
Mitgliederzahl per 12.05.2019: 785 (davon 18 Firmenmitgliedschaften)

Die Gesellschaft hat einen positiven Mitgliedersaldo von 13. Dr. Creuzburg betonte, dass es keinen Austritt aus Verärgerung oder aus vereinsinhaltlichen Gründen gegeben habe. Die Beendigungen der Mitgliedschaft seien identisch mit dem Ableben einer Reihe unserer Mitglieder und den Austritten aus Krankheits- und Gebrechlichkeitsgründen. Dafür hat der Vorstand volles Verständnis. Aber es gibt auch Ausnahmen: Mit Erlaubnis der Absender verlas Dr. Creuzburg einen Brief des Ehepaars S. aus dem Gebiet um Torgau. Beide sind 95 Jahre alt, seien leider nicht mehr mobil genug, um nach Leipzig zu fahren. Dennoch möchten sie unsere Gesellschaft durch ihre Mitgliedschaft finanziell, solange es ginge, weiterhin unterstützen (langer Beifall der Anwesenden).

Fazit:
Bei vielen Fördervereinen gibt es Mitgliederrückgänge, weil die Neueintritte die Abgänge nicht ausgleichen. Die Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig sei eine sehr erfreuliche Ausnahme. Der Vorstand betont in aller Deutlichkeit:

1.    Allein der Satz „Euer Verein ist überaltert“ stellt eine Diskriminierung dar.
2.    Der Vorstand freut sich über jeden Neueintritt, und zwar völlig unabhängig vom Geburtsjahrgang!
3.    Unsere erfolgreiche Wirksamkeit hat nichts mit dem Altersdurchschnitt zu tun!

Dennoch: Selbstverständlich kann eine Mitgliedschaft bei einem Eintritt mit beispielsweise 80 Jahren nicht so lange andauern, als wenn der Eintritt im 50. Lebensjahr erfolgt. Wir möchten selbstverständlich, dass die Mitgliederzahl weiterhin stabil und auch ansteigend bleibt. Deshalb dankte der Vorstand allen Mitgliedern, die Musikfreunde für unsere Gesellschaft geworben haben. Er bat zugleich darum, bei der Werbung nicht nachzulassen.
Dr. Creuzburg bedankte sich insbesondere bei den auswärtigen Mitgliedern, die mit einer wunderbaren Selbstverständlichkeit unsere Gesellschaft unterstützen, obwohl sie aus rein geografischen Gründen deutlich weniger von unserer Gesellschaft, deren Aktivitäten und vom Gewandhausorchester profitieren können. (Beifall der Anwesenden)

5.2. Aktivitäten nach außen

Die Jahresmitgliederversammlungen 2017 und 2018 standen ganz im Zeichen der Finanzakquise für die Kleine Saalorgel. Der Vorstand kann zur Jahresversammlung 2019 sehr erfreut feststellen: Dieses große Projekt mit einem Umfang von knapp 200.000 Euro wurde geschafft, und zwar großartig! Der Vorstand „gesteht“, dass er zunächst nicht sicher gewesen sei, ob die Finanzierung gelingen würde. Deshalb sei er der Gewandhausleitung sehr dankbar gewesen, dass das Gewandhaus als Vertragspartner der Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider fungiert habe. Unsere Gesellschaft habe mit dem Gewandhaus lediglich eine zwar moralisch verpflichtende, aber rechtlich unverbindliche Vereinbarung abgeschlossen, nach der unsere Gesellschaft alles in ihren Möglichkeiten Stehende tun wird, die Gesamtfinanzierung zu sichern. Dr. Creuzburg dankte dem Gewandhaus ganz herzlich für dieses Entgegenkommen und für die insgesamt wunderbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Finanzakquise. Abgesehen von der sehr erfreulichen Spende der Sparkasse Leipzig i.H.v. 15.000 Euro haben die Mitglieder und weitere Musikfreunde, also ausschließlich Privatpersonen (!), dieses große Projekt wunderbar bewältigt.

Dr. Creuzburg zog folgendes Fazit:

1.    Der große organisatorische und auch finanzielle Aufwand der Spendenakquise hat sich gelohnt.
2.    Der Vorstand schätzt ein, dass unsere Gesellschaft im Berichtszeitraum ihre satzungsgemäße Aufgabe „Unterstützung des musikalischen Lebens im Gewandhaus“ sehr gut erfüllt hat.
3.    Die Unterstützungsleistungen der Mitglieder waren keine „Pflichterfüllung“, sondern sie kamen von Herzen!

5.3. Wahrnahme in der Öffentlichkeit

Insbesondere durch die Finanzakquise für die Wegscheider-Orgel ist die Wahrnahme unserer Gesellschaft in der Öffentlichkeit stark angestiegen. Auch die vom Gewandhaus und besonders von Gewandhausorganist Michael Schönheit für den 31. Oktober 2018 konzipierten beiden Konzerte zur „Taufe“ und zur „Krönung der Prinzessin“ haben dazu beigetragen. Es ist tatsächlich so, dass durch die Anschaffung dieser Orgel das Repertoire der Orgelveranstaltungen im Gewandhaus auf schöne Weise verbreitert werden konnte. Das gilt insbesondere für Werke der Barockmusik, da diese Orgel mit ihren vier verstellbaren Stimmungen auf konzertierende Barockinstrumente stimmlich umgestellt werden kann. Der zum kleinen Preis mögliche Besuch der Orgelkonzerte im Gewandhaus lohnt sich wirklich!
Abschließend schätzte Dr. Creuzburg ein, dass unsere Gesellschaft hinsichtlich der kulturellen Fördervereine in Leipzig an etwa dritter Stelle stehe. Das sei sehr erfreulich und solle so bestehen bleiben.

5.4. Aktivitäten nach innen
5.4.1. „Treff im Nikischeck“

Die „Treffs im Nikischeck“ sind, salopp gesagt, ein attraktiver Dauerbrenner. Aber dazu ist natürlich viel Engagement erforderlich. Die unter der Leitung von Frau Dr. Rita Berger stehende Initiativgruppe mit Frau Prof. Dr. Helga S. als stets bestens vorbereitete Moderatorin, Herrn Jochen F. mit den oftmals schwierigen Terminierungen für die Treff-Gäste sowie allen weiteren Mitgliedern, die in dieser Initiativgruppe sozusagen hinter den Kulissen wirken, ganz herzlichen Dank!).
Weil die Treffs neben der zweifellos vorhandenen Geselligkeit auch so beständige und lehrreiche Veranstaltungen sind, hat der Vorstand bereits vor längerer Zeit damit begonnen, in unseren „Nachrichten …“ darüber zu informieren. Das wird gut angenommen. Vor 20 Jahren wurde mit Beginn dieser Treffs auch eine Chronik in Wort und Bild von der „Initiativgruppe“ geführt. Diese Parallelität wurde, wie in den letzten „Nachrichten …“ informiert, mit dem 200.(!) „Treff …“ beendet. In bewegenden Minuten, von Frau Dr. Berger sehr gut vorbereitet, wurde diese Chronik dem Gewandhaus, in Person der Dramaturgin Frau Dr. Ann-Kathrin Zimmermann, übergeben. Für spätere Generationen wird diese Chronik eine interessante musikgeschichtliche Fundgrube sein.

Fazit:

1.    Die Treffs sind ein wesentliches Element der Aktivitäten unserer Gesellschaft, und sie sind ein wesentlicher Grund für unseren Mitgliederzuwachs.
2.    Die Treffs haben sich bei Musikern herumgesprochen, sodass oft gar nicht erst der Versuch einer Einladung gemacht werden muss, sondern manche wollen unsere Gäste sein, weil ihnen bekannt geworden ist, dass sie dort ein interessiertes Publikum und ein Kommunikationsmedium erwartet. Nur so ist es zu erklären, dass Verlage mit musikalischem Profil, wie die Altenburger Verlagsgruppe Kamprad und der Seemann Henschel Verlag in Leipzig unsere Gäste werden wollten. Auch das ist ein Ausdruck unserer gesteigerten Wahrnahme in der Öffentlichkeit.

5.4.2. „Nachrichten der Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig“

Der Vorstand schätzt ein, dass sich das von Herrn Paul S. gestaltete Äußere mit den nun auch farbigen Fotos gut bewährt hat. Der Vorstand schätzt weiter ein, dass diese Publikation ein schönes Bindeglied zu unseren auswärtigen Mitgliedern darstellt.

5.4.3. Internet-Auftritt

Der Vorstand schätzt selbstkritisch ein, dass auf diesem Gebiet noch „Luft nach oben“ besteht. Der Vorstand versucht, da künftig aktiver zu sein.

5.4.4. Fahrt zur Elbphilharmonie nach Hamburg

Auch wenn die Organisation viel Zeit und Arbeit gekostet hat, war die Fahrt für die 60 Mitglieder ein interessantes und nachdrückliches Erlebnis. Mittlerweile sei ja bekannt geworden, dass das inzwischen zu einem Hamburger Wahrzeichen mutierte imposante Gebäude hinsichtlich der Akustik z.T. kritisch aufgenommen wird. Zweifellos sind hier die „akustischen Geschmäcker“ verschieden, wie wir von Hamburger Mitgliedern unserer Gesellschaft hörten. Auf alle Fälle war das Konzert des Gewandhausorchesters unter Leitung von Andris Nelsons ein nachdrückliches Erlebnis. Aber wir können sicherlich zu Recht sagen, dass der Grosse Saal im Gewandhaus zu Leipzig in den nunmehr 38 ½ Jahren seines Bestehens akustisch immer noch zu den besten Sälen der Welt gehört. Herr Dr. Creuzburg verwies in diesem Zusammenhang auch auf einen weiteren fast an der Elbe liegenden Saal mit sehr guter Akustik. Es ist der völlig umgebaute Konzertsaal im Dresdner Kulturpalast (zustimmendes Gelächter).

5.4.5. Generalproben

Die ca. 8 – 10 Generalproben, die unsere Mitglieder dankenswerterweise erleben dürfen, sind, wie immer wieder zu hören ist, ein wunderbares Erlebnis und mit ein Grund, Mitglied unserer Gesellschaft zu werden.

Zusammenfassend stellte Herr Dr. Creuzburg fest, dass die hier genannten Punkte selbstverständlich, und wie es auch aus den Ausführungen deutlich wurde, eine Wechselwirkung darstellen. Ideelle Verbundenheit mit dem Gewandhaus zu Leipzig und insbesondere mit seinem Orchester und finanzielles Engagement stellen sozusagen eine Einheit dar.

5.5. Ausblick

Dieser, so Dr. Creuzburg, ist eigentlich Gegenwart, denn die Übergabe eines Kontrafagottes im Wert von 30.000 Euro wird in wenigen Stunden erfolgen. Ähnliches gilt für die Finanzierung eines großen wetterfesten Würfels mit musikalischen Motiven für das Team der Musikvermittlung im Gewandhaus. Dieses Würfelpuzzle wünschte sich dieses Team, um Kinder und Jugendliche sozusagen handgreiflich mit musikalischen Inhalten vertraut zu machen. Die Kosten hierfür betragen zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Nochmals betonte Dr. Creuzburg, dass es für den Vorstand eine wunderschöne Überraschung und Erfahrung war, dass diese beiden Finanzierungen trotz der Finanzierung der Wegscheider-Orgel realisiert werden konnten. Als weiteren Ausblick nannte der Vorsitzende


1. die Erhaltung unserer finanziellen Unterstützungskraft
2. die Erhaltung der Freude darüber, Mitglied unserer Gesellschaft zu sein
3. Stabilität und, wenn möglich, weitere Steigerung unserer Mitgliederzahl

Dr. Creuzburg dankte für die Aufmerksamkeit (Beifall der Mitgliederversammlung).

TOP 6 - Kassenbericht
Herr Max Lier berichtete über die Finanzlage des Vereins „Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig“ zum 31.12.2018. Er erläuterte den Jahresabschluss 2018.

TOP 7 - Bericht der Kassenprüfer über die Kassenprüfung
Den Bericht über die Kassenprüfung erstattete Herr Pester.
Herr Pester bestätigte den Kassenbericht ohne Beanstandungen. Er verband dies mit lobenden Worten für das Vereinsprogramm und die gute Buchhaltung.
Herr Prager dankte den Kassenprüfern für ihre verantwortungsvolle Arbeit (Beifall der Mitglieder).

TOP 8 - Diskussion zum Vorstands- und Kassenbericht
....

TOP 9 - Antrag auf Entlastung des Vorstandes und Abstimmung der Mitgliederversammlung

Herr Andreas K. stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes und Abstimmung durch die Mitgliederversammlung. Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung ohne Gegenstimmen und unter Stimmenthaltungen der Vorstandsmitglieder entlastet. Herr Dr. Creuzburg dankte für dieses Ergebnis und sagte zu, die Arbeit im Sinne des Fördervereins weiterzuführen. Er dankte an dieser Stelle Frau Steinforth für die gute – wenn erforderlich – auch kritische Zusammenarbeit, insbesondere während der Anfangszeit des Vereins.

TOP 10 - Wahl eines Vorstandsmitgliedes
Frau Jana Schmidt wurde vom Vorstand als neues Vorstandsmitglied vorgeschlagen. Mit den „Nachrichten der Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig e. V.“ Nr. 1 / August 2018, S. 26 kam der Vorstand seiner Pflicht nach, über die zunächst erfolgte Kooptierung Frau Schmidts zu informieren. Nach einer kurzen Vorstellung wurde Frau Jana Schmidt ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig und anschließend mit viel Beifall zum neuen Vorstandsmitglied gewählt. Sie wird künftig Frau Ursula Kaiser als Schriftführerin unterstützen.

TOP 11 - Schlussworte des Vorsitzenden
Herr Dr. Creuzburg dankte noch einmal für das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder zur Jahresmitgliederversammlung. Den Verlauf der Versammlung schätzte er als sehr gut ein. Die nur geringe Diskussion wertete er als Zeichen des Vertrauens und der Zufriedenheit der Mitglieder mit der Arbeit des Vorstandes. Er machte „Appetit“ auf das am Abend stattfindende „Grosse Concert“ und den anschließenden Empfang im „Nikisch-Eck“. Herr Dr. Creuzburg beendete die Versammlung um 16:45 Uhr.
Für das Protokoll:

gez. Dr. Andreas Creuzburg   
Vorstandsvorsitzender

gez. Jana Schmidt
Schriftführerin

3. Übergabe „Würfelpuzzle“


Bei unserem jüngsten Förderprojekt handelt es sich um ein „Musikalisches Würfelpuzzle“ für die Musikvermittlung „Impuls“ des Gewandhauses. Die „Musikvermittler“ hatten sich einmal mehr Gedanken gemacht, wie Musik erlebbar werden kann und hatten die besondere Idee zu diesem Würfelpuzzle. Die Bitte um Finanzierung wurde an unsere Gesellschaft herangetragen. Die Anschaffungskosten für diese speziell für das Gewandhaus angefertigte Form des 16teiligen Würfelpuzzles in Höhe von etwas über 3.000 Euro konnten von unserer Gesellschaft übernommen werden. In malerischer Kulisse auf der Rosental-Wiese übergab unser neues Vorstandsmitglied Frau Jana Schmidt im Namen unserer Gesellschaft vor Beginn der diesjährigen „Klassik airleben“ am 29. Juni das Puzzle an Frau Franziska Vorberger. Die zahlreich erschienenen Kinder erkundeten diesen bereits neugierig und sichtbar begeistert. Wir wünschen den Kindern und der Musikvermittlung ganz viel Freude mit der neuen Errungenschaft.

 

4. 2.500 Euro für ein Englischhorn

 


Ganz kurzfristig hatte uns die Gewandhausleitung gebeten, einen Betrag in Höhe von 2.500 Euro für die Anschaffung eines Englischhorns als Dienstinstrument beizusteuern. Ein Spender hatte einen sehr schönen Betrag an das Gewandhaus überwiesen, wovon dieses Instrument finanziert werden sollte. Aber es stellte sich heraus, dass der hier genannte Betrag noch fehlte. Wir dürfen sehr stolz sein, dass unsere Gesellschaft auch dazu noch in der Lage war und der Vorstand positiv darüber beschloss. Grund dafür sind Spenden unserer Mitglieder, die uns sehr erfreuten und über die wir sehr dankbar sind. Neben „kleineren“ Spenden möchten wir eine schöne Spende unseres Berliner Mitglieds Frau Erna Milsch hervorheben und ganz besonders eine vierstellige Spende unseres langjährigen Leipziger Mitgliedes Frau Hildegard Kind. Wir hätten wirklich nicht gedacht, dass wir uns auf so viele engagierte Mitglieder verlassen können; ganz herzlichen Dank!

5.  „Treffs im Nikisch-Eck“

Am 13. März 2019 war der Kontrabassist im Gewandhausorchester, Dr. Eberhard Spree, unser Gast. „Dr.“ deshalb, weil er Anfang 2018 an der Dresdner Musikhochschule promoviert worden ist. Der Gegenstand seiner Dissertation beleuchtete ein nicht unwesentliches Segment des Lebens von Johann Sebastian Bach und seiner Frau Anna Magdalena. Der um die Propagierung des Leipziger Musiklebens sehr verdiente Verlag Klaus-Jürgen Kamprad in Altenburg fand dieses Thema so interessant, dass er die Dissertation Dr. Sprees als Buch mit dem Titel „Die verwitwete Frau Capellmeisterin Bach. Studie über die Verteilung des Nachlasses von Johann Sebastian Bach“ herausgegeben hat. Es wurde zur Leipziger Buchmesse 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Unser „Treff ...“ war offenbar auch ein geeignetes Podium des Verlages. Herr Klaus-Jürgen Kamprad ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Herrn Dr. Eberhard Spree Gast bei uns zu sein. Wie stets hatte sich unsere Moderation Frau Prof. Dr. Helga Schmidt auch gründlich mit diesem Buch befasst, sodass wir einen guten Einblick in die der Dissertation zugrunde liegende Thematik erhielten. Zunächst jedoch erklang Bach’sche Musik, dargeboten von einem „Spree’schen Familientrio“, bestehend aus seiner Ehefrau Elisabeth Spree (Bratsche), Georg Spree (Cello) und Lisa-Marie Ney (Geige) - der Cellist Student der Landschaftsarchitektur und die Geigerin Medizinstudentin. Sie spielten – wie könnte es anders sein! – für Streichtrio eingerichtete Werke von Johann Sebastian Bach, und zwar die Fuge f-Moll und das Präludium g-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier Teil 1 und, ebenfalls für Streichtrio eingerichtet, dreistimmige Inventionen, und zwar die Sinfonia Nr. 7 e-Moll und zum Abschluss die Sinfonia Nr. 1 C-Dur. Begonnen hatte das Interesse Eberhard Sprees durch Erkenntnisse über die von J. S. Bach erworbenen Bergwerksanteile (Kuxe) eines erzgebirgischen Silberbergwerks. Diese waren nämlich keine Geldanlage, weil die Anteilseigner auch zu Unterstützungen verpflichtet waren, was bei erzgebirgischen Edelmetallbergwerken nicht eben selten war. Das war zwar in Ansätzen bekannt, aber es stand irgendwie im Gegensatz zu der bislang weit verbreiteten Ansicht, dass Anna Magdalena Bach nach dem Tod ihres Mannes bettelarm gewesen sei. Obwohl in letzter Zeit daran gezweifelt wurde, war es im Wesentlichen erst Eberhard Spree, der durch engagierte Archivarbeit Belege dafür fand, dass Anna Magdalena Bach keinesfalls arm war. Über 80 mal, so Eberhard Spree, sei er in das Archiv der Bergakademie Freiberg gefahren, wo er anhand der von ihm dort aufgefundenen und ausgewerteten Unterlagen zu einem belegbaren Bild über die Vermögensverhältnisse von Johann Sebastian Bach gelangt sei. Dieses Ergebnis brachte ihn, wie bereits angedeutet, dazu, die Vermögensverhältnisse von Anna Magdalena Bach genauer zu untersuchen. Er fand Hinweise, dass die Witwe die Erbanteile der Kinder verwaltet hat, dass sie, wie vergleichbar mit Kaufmannswitwen, auch zum Lebensunterhalt durch Verkauf von Noten beigetragen hat, dass sie sogar Personal beschäftigte. Eberhard Spree vertrat die belegbare Ansicht, dass die Berichte, dass Anna Magdalena Bach Almosen erhalten habe, nichts über ihre finanziellen Verhältnisse aussagten. Die Almosengaben der Stadt Leipzig dienten nicht dazu, sie „über Wasser“ zu halten, sondern vielmehr dazu, sie auf jenem gesellschaftlichen Stand zu halten, wie ihn das Ehepaar Bach innehatte. Anna Magdalena Bach ist im Jahr 1760 gestorben.Eberhard Spree hat sich für die Arbeit etwa acht bis neun Jahre Zeit genommen. Das ergab sich natürlich auch deshalb, weil er selbstverständlich den vollen Dienst im Orchester zu leisten hatte. Einer seiner Gutachter war Prof. Dr. Hans-Joachim Schulz, der ehemalige Leiter des Leipziger Bacharchivs. Besonders ihm hatte er bei seinen Forschungen viel zu verdanken. Mit seiner Dissertation hat Dr. Spree einen Beitrag dazu geleistet, die Stellung der Frau in dieser Zeit unter einem anderen Licht zu betrachten. In der Regel waren sie nicht so unselbständig, wie das häufig überliefert worden ist. Vielleicht darf man – zweifellos etwas kühn – sagen, dass es durchaus Parallelen zwischen Clara Schumann, von der wir in einem der letzten „Treffs …“ hörten, und Anna Magdalena Bach gab.Nach diesem „Treff …“ kam noch eine große Zahl unserer Mitglieder auf die Barlach-Ebene, wo am 17. November 2018 die Bronzeplastik „Hymnus“ des Leipziger Bildhauers Otto Berndt Steffen enthüllt worden war. Der Künstler sowie der Geldgeber Herr Steffen Pohle waren anwesend, und beide gaben interessante Erläuterungen zu diesem Werk. Herrn Steffen Pohle, so erläuterte er, war es wichtig, durch seine finanzielle Unterstützung mittels einer Stiftung auf das Wirken von Julius Klengel auf diese Weise hinzuweisen. Er habe Cellounterricht bei Eva Klengel, der Tochter von Julius Klengel, gehabt und habe dadurch eine besondere Beziehung zu diesem großartigen von 1876 bis 1924 am Leipziger Gewandhausorchester engagierten Meistercellisten gewonnen. Herr Otto Bernd Steffen erläuterte seine Gedanken zu dieser von ihm geschaffenen Plastik: Es handelt sich um eine abstrakte Figurenstatue, die sogar ein wenig an Julius Klengel selbst erinnern könnte. Primär wahrnehmbar ist selbstverständlich das Cello. Es ist kein „perfektes“ Instrument, sondern es besteht aus sinnlich zusammengesetzten Versatzstücken in mehrfacher Funktion. Der Boden des Cellos könnte auch ein Teil eines Konzertfracks des Cellisten sein. Das Instrument ist seitlich geöffnet, um den Eindruck eines „klingenden“ Cellos zu vermitteln. Die fünf Linien oben auf der Plastik könnten fünf Saiten sein (früher gab es fünfsaitige Celli), aber sind es vielleicht auch Notenlinien? Der Fuß der Plastik soll die Eigenverantwortung des einzelnen Musikers im Orchesterverband symbolisieren. Insgesamt lädt die Offenheit von „Hymnus“ den Betrachter ein, dazuzugehören, gleichzeitig aber auch, ganz individuelle Assoziationen herzustellen. Müssen wir Ihnen, liebe Mitglieder, noch erläutern, dass der Titel der Plastik eine Verbindung zur berühmtesten Komposition dieses Meistercellisten, dem „Hymnus für zwölf Celli“ herstellt? Eigentlich schon deshalb nicht, weil wir 2006 finanziell mitgeholfen haben, dass dieses legendäre Cello wieder in das Leipziger Orchesterinstrumentarium zurückgeführt werden konnte. Das optisch sehr gelungene und gedankenreiche Werk Otto Berndt Steffens stellt eine schöne Bereicherung des Kunstbesitzes im Gewandhaus dar. Wir sind am Überlegen, in einer kleinen Gruppe dem Künstler einen Besuch auf dem Grundstück der Mädler-Villa an der Hans-Driesch-Straße abzustatten. Übrigens: Von „Hymnus“ hat Herr Steffen auch ca. 43 cm hohe Kleinplastiken geschaffen. Bei Interesse bei einem Erwerb wird der direkte Kontakt empfohlen (E-Mail skulpturobs4951@aol.com oder Tel. 0179/2320562). Am 24. April 2019 war Herr Klaus Burmeister unser Gast, und zwar wiederum im Zusammenhang mit einer Edition des Verlages Klaus Jürgen Kamprad. Klaus Burmeister, selbst 20 Jahre im Leipziger Musikverlag Peters tätig, davon mehr als 10 Jahre als Cheflektor bis zum Jahre 1993, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Wirken des vor allem als Gewandhauschronist bekannt gewordenen Alfred Dörffel näher zu erforschen. Hervorragend unterstützt von unserer Moderatorin Frau Prof. Helga Schmidt, die das im wahrsten Wortsinne „gewichtige“ Buch Klaus Burmeisters „Alfred Dörffel (1821 – 1905). Ein Leipziger im Dienste der Musik“ gründlich studiert hatte, stellten Autor und Moderatorin quasi gemeinsam dieses Buch vor. Ausgangspunkt der Arbeiten Klaus Burmeisters zu Alfred Dörffel war zum einen die Tatsache, dass Herr Burmeister genauso wie Alfred Dörffel zwei Jahrzehnte beim gleichen Verlag (Peters) tätig waren, und zum anderen ein zufälliges Bekanntwerden mit einer Nachkommin von Dörffel im Jahr 2013 in der Universitätsbibliothek Dresden. Sie verwies ihn auf einen in ihrer Familie befindlichen Nachlass Alfred Dörffels, der bisher noch nicht wissenschaftlich erschlossen worden war. Klaus Burmeister unterzog sich dieser Aufgabe mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und zeichnete das vielfältige verdienstvolle Bild eines Musikwissenschaftlers, der eben nicht nur die vielen Gewandhausmusikfreunden bekannte Geschichte des Gewandhauses herausgegeben hatte. Den im sächsischen Waldenburg geborene Dörffel zog es nach Leipzig zum Klavierunterricht, wobei seine Lehrer u.a. Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann waren. Er war freier Mitarbeiter des berühmten Leipziger Musikverlages Breitkopf & Härtel, aber, wie bereits erwähnt, seine Lebensstellung hatte er dann später bei C.F. Peters. Wie Klaus Burmeister ausführte, hatte die Tätigkeit eines Korrektors eine deutlich bedeutendere Funktion als heute: Dörffel bestimmte das Verlagsprofil mit, korrigierte Kompositionsfehler und war ein bekannter und auch gefürchteter Leipziger Musikkritiker (ein Beispiel: „Möge ein langer Schatten auf dieses Werk fallen!“). Er gehörte auch zu den Autoren der schließlich über 100 Bände umfassenden ersten Bach-Ausgabe.Der Schwerpunkt der Ausführungen von Klaus Burmeister und Frau Prof. Schmidt waren die Dörffel’schen Dokumente im Zusammenhang mit dem Gewandhaus zu Leipzig, wobei das Verdienst Burmeisters deutlich wurde, den aufgeführten Gewandhausprogrammen die entsprechenden Kritiken Dörffels zuzuordnen, um die Stimmung der damaligen Konzerte der heutigen Zeit zu vermitteln. Stichpunktartig erfuhren wir u.a. Folgendes: Das Gewandhaus besaß damals keinen Flügel! (Wir Mitglieder wissen natürlich aufgrund eigenen Engagements, dass es mit den Flügeln im Gewandhaus jetzt so positiv bestellt ist!) Im Orchester gab es damals keinen Harfenisten! Werke mit Harfe wurden stattdessen mit einem Klavier gespielt! Von Alfred Dörffel ist überliefert, dass er die 9. Sinfonie von Beethoven zunächst sehr zurückhaltend aufnahm. Das Gleiche gilt für die Werke von Johannes Brahms („dumpfe Masse“). Aber da änderte er seine Meinung, wobei das besondere Lob über das Brahms‘sche d-moll-Klavierkonzert überliefert ist. Dörffel kritisierte auch die angebliche Beliebigkeit mancher Programme in den Gewandhauskonzerten und übte Kritik an den viel zu engen und mit stickiger, schweißiger Luft versehenen ersten Gewandhaussaal. Er verglich ihn mit einem russischen Dampfbad.Nicht zuletzt durch dieses Buch und der lebendigen Kommentierung durch den Autor selbst und durch Frau Prof. Helga Schmidt erhielten wir ein recht realistisches Bild über das damalige Konzertleben in Leipzig.Am 8. Mai 2019 gab es einen ganz besonderen „Treff …“, da Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons unser Gast war. Die Moderation hatte diesmal kein Mitglied unserer Gesellschaft, sondern der Leiter des Konzertbüros, Herr Tobias Niederschlag – er war selbst schon kürzlich Gast in unserem „Treff …“ – übernommen, da er allein schon aufgrund seiner Tätigkeit im Haus mit unserem Gewandhauskapellmeister in besonders guter Beziehung steht. Zunächst, und das nahmen wir selbstverständlich sehr gern auf, dankte Andris Nelsons sehr herzlich für unsere Unterstützung des Gewandhauses, wobei er eben auch unseren ideellen Beitrag nannte. Wie immer, wurde der „Treff …“ dann musikalisch begonnen, und zwar mit dem Beginn des ersten Satzes der 7. Sinfonie von Anton Bruckner. Danach lag natürlich die Frage nach dem Verhältnis des Gewandhauskapellmeisters zu diesem Komponisten nahe. Wie bei einem Gespräch im kleinen Kreis gab Andris Nelsons ein ganz intimes und persönliches bewegendes Bekenntnis zu diesem Komponisten ab. Der katholische Christ bezeichnete seine Musik als Kosmos und als Speise für die Seele.Seine Liebe zur aktiv gestaltenden Musik begann für den aus einem musikalischen Elternhaus stammenden Dirigenten bereits im Alter von fünf Jahren, als er seinen ersten Opernbesuch mit „Tannhäuser“ erlebte. Das war für ihn, so sagte er, ein Signal: Ich will Musiker sein! Er studierte zunächst Trompete, wobei wir wissen, dass er weiterhin dieses Instrument als Trompeter pflegt. Irgendwie hatte er jedoch das Gefühl, dass er sich seine künstlerische Tätigkeit auch als Dirigent vorstellen könne. Wie häufig bei später berühmt gewordenen Dirigenten war auch hier der Zufall im Spiel, indem der Dirigent des Hochschulorchesters kurz vor einem Konzert ausgefallen war und Nelsons kurzerhand einsprang. Der Erfolg dieses Konzertes sagte ihm, „das wird mein Beruf“. Auf eine entsprechende Frage sagte Nelsons, dass er sich als Dirigent weniger als „Führer“ sieht, sondern als Vermittler zwischen dem Komponisten und dem Orchester (wer von uns Nelsons erlebt hat, wird diese seine Haltung immer wieder selbst feststellen). Wie wir aus dem „Treff …“ mit Herrn Niederschlag bereits wussten, konnte es nicht ausbleiben, dass als musikalische „Unterbrechung“ der Beginn des dritten Satzes der 10. Sinfonie von Schostakowitsch eingespielt wurde und Herr Niederschlag Andris Nelsons nach seinem Verhältnis zu diesem Komponisten fragte. Nelsons verehrt Schostakowitsch sehr, führt seine Werke gern und häufig auf, meinte aber, dass dieser Komponist oft missverstanden worden sei. In seiner Musik spiegele sich weniger Bekenntnis wider, sondern Sarkasmus und auch Schmerz.Selbstverständlich konnte auch die Frage nach der Allianz Leipzig – Boston nicht fehlen. Andris Nelsons reagierte begeistert und bezeichnete die Allianz als einen „Traum“. Zwischen beiden Orchestern bestünde keine Konkurrenz, sondern eine Orchesterfreundschaft. Er liebt selbstverständlich auch das Bostoner Orchester und meinte, dass der starke europäische Einfluss bei seiner Gründungszeit noch heute spürbar sei. Selbstverständlich bedachte Nelsons unser Gewandhausorchester mit einem ganz besonderen Lob und meinte, dass in diesem Orchester die gesamte deutsche Musiktradition bestens aufgehoben sei – großer Beifall unserer Mitglieder. Selbstverständlich fragte Tobias Niederschlag auch zu seiner Programmgestaltung mit deutlich mehr Gegenwartsmusik in den Konzerten. Nelsons räumte ein, dass dies zunächst gewöhnungsbedürftig ist, aber er fühlt bei der Aufführung dieser Werke auch eine Verpflichtung, denn in 100 Jahren könne diese Musik wichtig sein. Wie bereits früher mehrfach, sagte er erneut, dass für ihn bei der Programmgestaltung die Kombination bekannter Musik aus Klassik und Spätromantik und neuer Musik wichtig ist und er dafür sorgt, dass diese Kombinationen eine gute Balance im Konzert darstellen. – Da Andris Nelsons ja auch Opern dirigiert, lag die Frage zu einer eventuellen Tätigkeit an der Leipziger Oper nahe. Er erklärte, dass er sich das in der Perspektive durchaus vorstellen könne. – Wegen der einigen Mitgliedern bekannten Anekdote kam schließlich noch die Frage einer der besonderen Leistungen von Andris Nelsons bei einer Aufführung der Bach’schen h-moll-Messe in Riga. Er erzählte, dass er dieses Werk auch als Solo-Bassist gesungen habe und „bewies“ dies mit wunderschonen Basstönen aus seinem Munde. Bei besagter Aufführung war ein Trompeter im Orchester plötzlich ausgefallen, und er sprang zusätzlich als Piccolo-Trompeter ein, ohne jedoch seinen Bass-Part zu vernachlässigen, denn: Immer dann, wenn er mit seiner Bass-Stimme „dran“ war, hatte gerade die Piccolo-Trompete nichts zu tun (großes Gelächter). Nochmals an die Mitglieder unserer Gesellschaft gewandt, sagte er geradezu freundschaftlich: „Bleiben Sie so, wie Sie sind!“ Großer Applaus war die Antwort, und selbstverständlich gab es dann wiederum die Möglichkeit von Autogrammen auf CD’s mit Andris Nelsons als Dirigenten.Am 12. Juni 2019 gab es mit Herrn Dr. Christian Günther einen ganz besonderen Gast, passend zum letzten „Treff …“ vor der Sommerpause. Dieses Mal war es kein Künstler, sondern ein Internist mit der Spezialisierung auf die Volkskrankheit Osteoporose. Der gebürtige Erzgebirgler floh nach seinem Studium in Leipzig noch 1989 nach Westdeutschland und wurde in den 13 Jahren seiner Tätigkeit als Chefarzt des Osteoporose-Zentrums in Bad Füssing ein international bekannter Experte auf diesem Gebiet. Jetzt im Ruhestand (welche „Fehldiagnose“ für den rastlosen, auf unzähligen Kongressen und Veranstaltungen Vorträge haltenden Mediziner!) ist er im Dachverband Osteologie e.V. (DVO) als Patientenbeauftragter tätig. Der übersprudelnd agile und nie um Worte verlegene Sachse verleugnet in Dialekt und heimatlichen „Liebeserklärungen“ seine Herkunft nicht. Mit den Thomanern und mit dem Gewandhaus fühlt er sich eng verbunden; selbstverständlich ist er seit vielen Jahren unser Mitglied. Nur für unseren „Treff ...“ reiste er aus Passau an!Dr. Günther hat vor Jahren einen mit modernster Wiedergabetechnik verbundenen Vortrag aufgebaut, in welchem er sein Fach und seine Liebe zu Johann Sebastian Bach auf originelle Weise verknüpft hat. Eigens für uns hatte er seinen Vortrag (den 1.900sten!!), wie er stolz  und mit Beifall bedacht, verkündete, variiert, sodass er dankbar dem ehemaligen Thomaskantor Prof. Biller und unserem inzwischen verstorbenen Ehrenmitglied Ingeborg Stiehler gedachte sowie als protestantischer Christ zornig an die 1968 erfolgte willkürliche Sprengung der Leipziger Universitätskirche erinnerte. Dann ging es zur Osteoporose über – immer auch eine Verbindung zu Bach herstellend. 6,3 Mio. Osteoporose-Kranke in Deutschland; 1 Mio. Neuerkrankungen kommen jährlich hinzu. In raschem Tempo gab es viele Tipps, den Krankheitsbeginn zu vermeiden, wenigstens hinauszuzögern; die Älteren von uns hörten besonders interessiert zu. Liebe Mitglieder, die Sie nicht dabei waren: „Googeln“ Sie Dr. Christian Günther im Internet! Was Bach betrifft, der mit „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage …..“ aber in osteoporosenaher Sprache musikalisch „zu Tone“ kam, so soll Dr. Günthers Bach-„Kurzformel“ zur Osteoporose-Vermeidung wenigstens hier genannt sein: Bewegung aktivieren, Alkohol reduzieren, Calcium zuführen, Hormone ersetzen. Übrigens: Bach hatte keine Osteoporose; er hatte an der Orgel ausreichend viel Bewegung! – Geradezu zahnarztähnlicher und damit quälender Bohrlärm stellte Dr. Günther auf eine große Vortrags- und uns auf eine Zuhörprobe – die umfangreichen Bauarbeiten im Grossen Saal schickten uns von oben ihre das Trommelfell belastenden Grüße! (Informationen dazu siehe die nachstehend abgedruckten „Gewandhaus-Nachrichten“). Zum Schluss griff Dr. Günther zu seiner mit unzähligen Autogrammen verzierten Gitarre, um uns „Gewandies“ (O-Ton Dr. Günther!) das berühmte Erzgebirgslied „‘s is Feieromd“ seines Landsmannes und Namensvetters Anton Günther vorzusingen; der Refrain wurde von vielen unserer Mitglieder mitgesungen! – „‘s is Feieromd“ auch für unseren langjährigen gastronomischen Betreuer, Herrn Norbert Bär; er wechselt in den Ruhestand. Herzlich dankende Worte von Frau Dr. Berger, Blumen und Händeklatschen. Ab Herbst 2019 wird Herr Markus Obst für uns da sein. Wir kennen ihn schon länger. Dadurch war der Übergang leitend, und wir freuen uns auf seine Betreuung!Vielen Dank allen Gästen bei unseren „Treffs“! Besonderen Dank den „Machern“ in der Initiativgruppe. Termine siehe weiter hinten.

6. Probenbesuch „Tristan und Isolde“

Durch die gute Verbindung mit dem Opernförderverein haben wir wiederum die Möglichkeit, eine Probe für die am 5. Oktober 2019 stattfindende Premiere von „Tristan und Isolde“ in der Inszenierung des Schauspielintendanten Enrico Lübbe und unter der musikalischen Leitung von Prof. Ulf Schirmer erleben zu können. Leider ist bis Redaktionsschluss unserer „Nachrichten …“ der Termin für den Probenbesuch noch nicht festgelegt. Auf alle Fälle liegt er selbstverständlich vor dem 5. Oktober.

7. Termine „Treff im Nikisch-Eck“ in der Konzertsaison 2019/2010

Dank der guten Zusammenarbeit zwischen dem Team der Initiativgruppe können wir bereits über die kommenden „Treff-Termine“ informieren. Diese finden nach dem bisherigen Stand stets mittwochs um 15:00 Uhr am gewohnten Eck statt, und zwar an folgenden Tagen, wobei das Datum 27.05.2019 kein Druckfehler ist, sondern mit dem zweiten Abschnitt des Podiumumbaus zusammenhängt:

11.09.2019 um 15:00 Uhr
02.10.2019 um 15:00 Uhr
13.11.2019 um 15:00 Uhr
04.12.2019 um 15:00 Uhr
22.01.2020 um 15:00 Uhr
12.02.2020 um 15:00 Uhr
04.03.2020 um 15:00 Uhr
22.04.2020 um 15:00 Uhr
13.05.2020 um 15:00 Uhr
27.05.2020 um 15:00 Uhr

8. Termine Generalproben

Leider war es dem Gewandhaus bis Redaktionsschluss dieser „Nachrichten ...“ noch nicht möglich, diese Termine verbindlich festzulegen. Wir werden Sie schnellstmöglich informieren, wenn es damit soweit ist. Aber bereits jetzt ganz herzlichen Dank dem Gewandhaus für die erneute, beileibe nicht selbstverständliche, Möglichkeit der Probenbesuche!

9. Orchestervorstand in geänderter Zusammensetzung


Turnusgemäß hat sich die Zusammensetzung des Orchestervorstandes des Gewandhausorchesters geändert. Herr Tobias Haupt, der bisherige Vorstandsvorsitzende, und Herr Karsten Heins sind ausgeschieden. Neben dem Cellisten, Herrn Matthias Schreiber, der dem Vorstand bereits angehörte, sind die Konzertmeisterin der 2. Geigen, Frau Miho Tomiyasu-Palma Marques und die Bratschistin Frau Dorothea Hemken neu in dieser Funktion. Die meisten von den hier genannten Musikern waren bereits unsere „Treff ...“-Gäste!
Bei dieser Gelegenheit ist es uns ein Bedürfnis, Herrn Karsten Heins und insbesondere Herrn Tobias Haupt ganz herzlich für ihre immer wieder deutlich gewordene Verbundenheit mit den Mitgliedern unserer Gesellschaft zu danken. Die wunderbaren Grußworte Herrn Haupts bei unseren Jahresversammlungen und seine Worte bei diversen Instrumentenübergaben werden uns in bester Erinnerung bleiben.

10. Neue Mitglieder

Wir freuen uns sehr, nachstehend über so viele neue Mitglieder informieren zudürfen. Zur Jahresversammlung 2019 waren wir „nur“ 785 Mitglieder; mit Stand vom 28. Juni 2019 haben wir mit 803 Mitgliedern die 800er Marke überschritten! Das Ehepaar U. aus Chemnitz darf darüber „streiten“, wer von beiden das 800ste Mitglied geworden ist!
Ein Zuwachs von 18 Mitgliedern innerhalb von 42 Tagen und insgesamt von 29 Mitgliedern seit Redaktionsschluss unserer vorhergehenden „Nachrichten ...“, das ist wunderbar und zeigt, wie vielen Musikfreunden die Nähe zum Leipziger Gewandhaus mit seinem Weltspitzenorchester am Herzen liegt. Und diese Zahl belegt auch, dass unsere Gesellschaft es mit ihrer Aufgabenstellung, mit ihrer Struktur und mit ihren Inhalten richtig macht. Wir danken den hier aufgeführten Musikfreunden für ihren Eintritt, und wir wünschen Ihnen, dass sie sich als unsere Mitglieder wohlfühlen. Es sind:

Kurznachrichten 02/2019+

Liebe Mitglieder,

das Heft 2 unserer Nachrichten dieser Saison kommt recht spät. Da waren Zeitgründe maßgebend, die eine frühere Erstellung nicht möglich machten. Dafür erhielten Sie „außer der Reihe“ zum Jahreswechsel einen Brief. Wir Vorstandsmitglieder danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Mitgliedsbeiträge, wobei wir uns über so manche und auch sehr großzügige „Aufrundungen“ besonders gefreut haben. Besonders freuen wir uns über den großen Mitgliederzuwachs, über den wir am Schluss dieser „Nachrichten …“ informieren. Viele Grüße auch im Namen aller weiteren Vorstandsmitglieder!

Ihr


Dr. Andreas Creuzburg
Vorstandsvorsitzender

1. „Kleine Saalorgel“ – Nachlese


Wir können Sie darüber informieren, dass die von uns finanzierte Kleine Saalorgel inzwischen fest in die Veranstaltungsangebote des Leipziger Gewandhauses integriert ist. Gewandhausorganist Michael Schönheit lässt sie in schöner Regelmäßigkeit in den Orgelstunden erklingen. Ein Besuch lohnt sich wirklich, weil diese Orgel so gut klingt bzw. von Michael Schönheit so wunderbar zum Klingen gebracht wird. Wohltuend ist – das war ja der Hauptgrund für die Anschaffung – das Konzertieren mit anderen Instrumenten. Am 20. April können Sie „unsere“ Orgel erneut im Gewandhaus hören!
Sie, liebe Mitglieder, wissen ja sicherlich, dass das Gewandhaus zu Leipzig den rechtlichen Status eines Eigenbetriebes der Stadt Leipzig hat. Deshalb war der Vergabeausschuss der Stadtverwaltung in das Vorhaben eingebunden und war damit einverstanden, dass der Auftrag zum Bau dieses Instrumentes nicht, wie wegen des Finanzumfangs vorgeschrieben, europaweit ausgeschrieben wird. Die freihändige Vergabe entsprach dem Wunsch des Gewandhauses, weil beim Bau eines derartigen Instrumentes – man könnte sogar sagen „eines Kunstwerkes“ – andere Kriterien zu gelten hätten als das nur preiswerteste Angebot. Der Leiter des Hauptamtes, Herr Dr. Christian Aegerter, auch Mitglied unserer Gesellschaft, hatte den sehr guten Gedanken, die Mitglieder des Vergabeausschusses vor kurzem in das Gewandhaus zu bitten, damit sie dieses Instrument einmal selbst kennenlernen. Diese Zusammenkunft war ein voller Erfolg, denn Michael Schönheit erläuterte den Ausschussmitgliedern die Orgel und spielte sie naürlich auch. Die Ausschussmitglieder waren begeistert und hätten nicht gedacht, dass dieses Instrument mit knapp 200.000 Euro so „preiswert“ war. Selbstverständlich erhielt auch unsere Gesellschaft viel Lob, denn die Finanzierung war ja, bis auf die zweifellos schöne Spende der Sparkasse Leipzig, fast ausschließlich durch private Geldgeber ermöglicht worden.
Durch unser großes Projekt ist die Wahrnehmung unserer Gesellschaft in der Öffentlichkeit weiter gestiegen: Viele Musikfreunde sind durch unser Orgelprojekt auf uns ganz besonders aufmerksam geworden und stellten Anträge auf Mitgliedschaft. Denn: „Die machen was!“


2. Jahresmitgliederversammlung 2019


Auch wenn vielen von Ihnen der Termin bereits bekannt sein dürfte: Bitte notieren Sie, dass unsere Jahresmitgliederversammlung 2019 am Freitag, den 17. Mai um 15:00 Uhr stattfinden wird. Wie immer ist diese Veranstaltung mit einem nachfolgenden Gewandhauskonzert verbunden. Das Formular mit der Kartenbestellung haben Sie ja bereits erhalten. Die offizielle Einladung mit der Tagesordnung geht Ihnen dann separat zu. Schon jetzt freuen wir uns auf zahlreiches Erscheinen.

3. Aktuelle Förderprojekte für das Gewandhaus


Dank Ihrer vorn im „Gruß“ bereits erwähnten Mitgliedsbeiträge mit z.T. schönen Aufrundungen sieht sich unsere Gesellschaft trotz der enormen Summe für die „Kleine Saalorgel“ dennoch zu Spendenobjekten 2019 in der Lage. Das Gewandhausorchester benötigt erneut ein Kontrafagott und könnte ein noch im Eigentum der Berliner Philharmoniker befindliches Instrument erwerben. Auch wenn es sich um kein neues Kontrafagott handelt, genügt es natürlich den hohen Ansprüchen unseres Orchesters und ... wir brauchen „nur“ 30.000 € dafür bereitzustellen. Die offizielle Übergabe an das Orchester erfolgt während des Konzertes nach unserer Jahresmitgliederversammlung.

Mit dem Begriff „Impuls“ möchte die Musikvermittlung unter Leitung von Frau Franziska Vorberger bereits noch kleine Kinder an die Leipziger Musikkultur heranführen. Und wenn Kinder das nicht nur mit Worten, sondern auch im wahrsten Wortsinne „begreifen“ sollen, ist das viel wirksamer, benötigt aber materielle Hilfe. Deshalb sind wir um die Bereitstellung von ca. 3.000 € gebeten worden. Mit diesem Betrag soll ein aus neun wetterbeständigen Würfeln bestehendes Puzzle geschaffen werden. Auf den je sechs 50 x 50 cm großen Würfelflächen werden sich Abbildungen von Orchesterinstrumentengruppen, Einzelinstrumenten, Gewandhauskapellmeistern u.a. befinden, die die Kinder je nach Anlass und Aufgabenstellung zusammensetzen sollen. „Premiere“ für das Unikat sollen die beiden Rosentalkonzerte 2019 sein. Wir freuen uns, wieder einmal unserem musikalischen „Nachwuchs“ behilflich sein zu können.


4. Vereinsabzeichen-„Nachschub“

Nicht zuletzt wegen der vielen neuen Mitglieder sind unsere Abzeichen schlichtweg „alle“ geworden. Abgesehen davon, dass wir einer Reihe unserer neuen Mitglieder die Abzeichen dann nachsenden werden, werden wir diese auch zur Jahresmitgliederversammlung auslegen. Das vor allem deshalb, weil nunmehr welche mit für Damenkleidung geeignetem Magnetverschluss dabei sein werden. Damit kommen wir mehrfach geäußerten Wünschen unserer weiblichen Mitglieder nach.

5. Übergabe der Chronik aller bisherigen „Treffs im Nikisch-Eck“ an das Gewandhaus zu Leipzig

Da dank der engagierten Arbeit der Initiativgruppe innerhalb unserer Gesellschaft sich die Treffs zu einem beliebten Termin bei sehr vielen unserer Mitglieder entwickelt haben und es deshalb auf der Hand lag, auch jenen Mitgliedern davon zu berichten, die zum Besuch keine Möglichkeit haben, sind diese Berichte seit längerer Zeit Bestandteil dieser „Nachrichten …“ geworden. Aus diesem Grunde kamen die Mitglieder der Initiativgruppe überein, keine separate Chronik mehr zu führen. Als geeigneter Termin bot sich hierfür der Treff am 13. Februar 2019 an, weil es die 200. (!) Veranstaltung war; der Treff bestand nunmehr seit genau 20 Jahren! Vor Beginn des eigentlichen Treffs – Bericht darüber weiter hinten – standen auf einem kleinen Extratisch vier Ordner mit den gesammelten schriftlichen und illustrierten Berichten. Die Leiterin der Initiativgruppe, Frau Dr. Rita Berger, verlas einen „Prolog“, mit dem die Chronik begründet wurde und dankte mit herzlichen Worten den „Machern“ dieser verantwortungsvollen Arbeit. Herr Dr. Creuzburg überreichte allen Akteuren unter dem Beifall der wie immer vielen Treff-Anwesenden Blumen. Dann verlas Frau Dr. Berger einen „Epilog“, in welchem nochmals die Chronik als schönes Zeitdokument gewürdigt wurde. Herr Dr. Creuzburg übergab der extra erschienenen Dramaturgin des Gewandhauses, Frau Dr. Katrin Zimmermann, symbolisch diese Aktenordner.  Sie bedankte sich mit sehr herzlichen und dankbaren Worten für die Übergabe und versicherte, dass vor allem in späteren Zeiten diese instruktive Chronik sich zu einem wertvollen Archivbestand entwickelt haben wird. Sie staunte selbst, welche ihr noch unbekannten Musiker schon bei uns zu Gast waren und bekräftigte nochmals, dass diese Chronik sich durchaus zu einem Nachschlagewerk entwickeln würde. Wir sind sicher, dass die viele Arbeit, die in diese Chronik gesteckt wurde, wegen der Zukunftsträchtigkeit nicht umsonst gewesen ist. Bei dieser Gelegenheit dankte der Vorstand unserer Gesellschaft nochmals ganz herzlich allen daran Beteiligten.

6.  „Treffs im Nikisch-Eck“

Am 12. September 2018 waren die Mitglieder der Gruppe der Zweiten Geigen im Gewandhausorchester, Frau Beate Roth und Frau Gudrun Spörl, unsere Gäste, wobei es „präzise“ heißen muss, dass Frau Roth jetzt ein ehemaliges Orchestermitglied ist. Frau Roth wuchs in einem musikalischen Leipziger Elternhaus auf; der Vater war Thomaner und die Mutter Mitglied des Opernchores. Der auch Klavier spielende Vater musizierte häufig mit seiner Tochter, und so lag es nahe, dass Frau Roth bereits die Kinderklasse der Hochschule für Musik besuchte. Dort erhielt sie Unterricht bei dem Geiger im Gewandhausorchester, Herrn Fiehring. Außerdem lag es nahe, dass sie Substitutin in diesem Orchester wurde. Nach ihrem erfolgreichen Examen wurde sie aber zunächst Geigerin im damaligen Rundfunk-Sinfonieorchester in Leipzig. Ihr fehlte jedoch bei den Diensten das Spiel in der Oper, sodass sie sich nochmals mit einem Probespiel beim Gewandhausorchester bewarb, und es gelang erfolgreich! Frau Roth war somit von 1979 bis 2016 Mitglied in diesem Orchester, ehe sie in den wohlverdienten Ruhestand trat. Die Tatsache, dass sie gemeinsam mit einer noch im Gewandhausorchester tätigen Geigerin unser Gast war, zeigt, dass sie sehr dankbar an ihre 37 Jahre lang währende künstlerische Tätigkeit zurückdenkt. – Frau Gudrun Spörl ist gebürtige Hallenserin und stammt ebenfalls aus einem musikinteressierten, wenn auch nicht Musik ausübenden Elternhaus. Sie spielte, wie so viele Kinder, zunächst Blockflöte; zur Geige gelangte sie per „Zufall“ in der Spezialschule für Musik, wie sie lachend erzählte. So ganz „zufällig“ muss das wohl nicht gewesen sein, denn sie hatte bestimmt schon eine Begabung für dieses doch schwierige Instrument. Frau Spörl ist seit 1980 Mitglied des Gewandhausorchesters, nachdem sie Unterricht bei dem berühmten Geigenlehrer, Herrn Prof. Hertel (ehrenvoll auch „Geigenmacher“ genannt!), an der Leipziger Musikhochschule genossen hatte. Frau Spörl betonte, dass sie im Orchester gern mit ausländischen Musikern zusammenspielt und erzählte, dass zu DDR-Zeiten sich etwa 10 – 20 Bewerber auf eine freigewordene Stelle bewarben; heute sind es ca. 350 aus aller Welt! Frau Spörl lobte die Notenpulte, was uns Anwesende natürlich sehr freute, denn unsere Gesellschaft hatte im Jahre 2016 86 dieser wirklich sehr luxuriösen Pulte (mit Doppelsteg) übergeben.

Am 24. Oktober 2018 war der Leiter des Konzertbüros und der Musikvermittlung im Gewandhaus, Herr Tobias Niederschlag, unser Gast. Der 1977 im nordrhein-westfälischen Olpe Geborene stammt aus einem zwar nicht Musik ausübenden, aber Musik liebenden Elternhaus. Da in der näheren Umgebung keine Konzerte stattfanden, verfügten die Eltern über eine große Plattensammlung, in der sich auch Schallplatten mit dem Gewandhausorchester unter Kurt Masur befanden. Dadurch war ihm das Gewandhaus bereits als Kind ein Begriff. Mit sechs Jahren erhielt Herr Niederschlag Musikunterricht und studierte nach seinem Abitur in München Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Germanistik. Er konnte, wie er dankbar betonte, einen Musik-Zivildienst ableisten, u.a. in Altersheimen. Während des Studiums war er Praktikant in Münchener Orchestern, aber auch in Chicago. 2003 übernahm er die Stelle als Konzertdramaturg bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Zunächst gestaltete er Programmhefte und Einführungen; später war er dort in der Planung tätig. Nach 14jähriger Tätigkeit in der Semperoper bewarb er sich als Nachfolger von Frau Epping im Gewandhaus, und er freute sich, nunmehr in einem Konzerthaus tätig zu sein. Er gab uns einen kleinen Einblick in seine Tätigkeit. Sie ist ja sehr „zukunftsorientiert“, denn bei dem Engagement von Gastdirigenten muss ein drei- bis vierjähriger Vorlauf eingeplant werden; bei Solisten sind es ca. zwei Jahre. Entsprechend muss darauf auch die Programmgestaltung abgestimmt werden. Er engagiert sich sehr für Gegenwartsmusik, betonte jedoch, dass auch die Wiener Klassik nicht nur wegen der Beliebtheit beim Publikum, sondern auch wegen der „Orchester-Hygiene“, wie er lachend sagte, gepflegt wird. Sein Engagement für Gegenwartsmusik käme auch damit zum Ausdruck, dass er noch vor seinem Tätigkeitsbeginn im Oktober 2017 beim Gewandhaus bereits im Jahre 2009 die Initiative zu einem Schostakowitsch-Fest in Gohrisch ergriff. Schostakowitsch verlebte in diesem kleinen Ort in der Sächsischen Schweiz häufig seinen Urlaub und komponierte u.a. sein 8. Streichquartett. Ein wenig vergleichbar mit den von dem Bratscher Henry Schneider organisierten Stelzenfestspielen bei Reuth besteht dort ein Förderverein; das ganze Dorf hilft mit bei den nun zur Tradition gewordenen Festspielen, bei denen weiterhin die Musik von Schostakowitsch fester Bestandteil ist. Tobias Niederschlag hob als Besonderheit, die auch seine Arbeit intensiv mitberührte, die Kooperation Leipzig – Boston hervor, die im Zuge des Engagements von Andris Nelsons als Gewandhauskapellmeister aus der Taufe gehoben wurde. Zum Abschluss des interessanten und wie immer von Frau Prof. Schmidt lebendig moderierten Gesprächs verwies Tobias Niederschlag bereits auf das 2021 stattfindende Mahler-Festival, das wiederum Spitzenorchester aus aller Welt in Leipzig versammeln wird.

Am 14. November war Frau Dr. Annika Bach, Verlagsleiterin des E.A. Seemann Henschel Verlages bei uns zu Gast. Dass es dazu kam, hatte zwei Gründe: Zum einen hatte Frau Dr. Bach unlängst den uns erfreuenden Antrag auf Firmenmitgliedschaft gestellt und zum anderen bot sich das Verlagsprofil geradezu an, uns Mitgliedern nähergebracht zu werden.
Die gebürtige Freiburgerin studierte Publizistik und Literaturwissenschaft an der Freien Universität in Berlin und promovierte auf dem Gebiet der Publizistik sowohl an der Freien Universität Berlin als auch an der Columbia University New York. Der „Schwenk“ in das Verlagswesen ergab sich, wie sie anschaulich erzählte, auch durch ihren Vater. Er war als Verleger in der nach der Einheit Deutschlands gebildeten Verlagsgruppe Seemann Henschel tätig. Seit dem 1. Oktober 2017 ist Frau Dr. Bach Verlagsleiterin; die Verlagsgruppe gehört zu dem Unternehmen von Dr. Michael und Doris Kölmel.
Unter dem Namen E.A. Seemann werden hochwertige Bücher zum Thema „Kunst“ herausgegeben, für den Namen Henschel sind es Bücher auf musikalischem Gebiet und Darstellende Kunst. Eine unternehmerische Seltenheit sei, so Frau Dr. Bach, ihre hervorragende Zusammenarbeit mit dem sehr bekannten Bärenreiter-Verlag Kassel. So vertreibt „Bärenreiter“ gemeinsam herausgegebene Bücher musikalischen Inhalts in Musikalienhandlungen, während es „Henschel“ in Buchhandlungen tut.
Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin, Frau Saskia Liske, hatte Frau Dr. Bach einige Bücher mitgebracht, aus denen sie neugierig machende Auszüge vorlas. Wer hätte z.B. gedacht, dass der berühmte Pianist András Schiff zehn Regeln für Konzertbesucher aufgestellt hatte, von denen drei lauten „nicht in Satzpausen klatschen“, „am Schluss nicht sofort losklatschen“, „während des Konzertes nicht im Programmheft lesen“. Wer denkt da nicht an eigene Erlebnisse oder vielleicht auch an eigenes Verhalten? Fundierte Führer zu einzelnen Opern, ein bibliophil wunderbar gestaltetes Musiklexikon und der Band „Der Klang der Utopie“ über das weit über das rein Musikalische hinausgehende Wirken von Daniel Barenboim rundeten die Darstellung ab. Musikalisch umrahmt wurde unser „Treff …“ mit passender Musik zu einigen der vorgestellten Bücher, wie der 1. Satz der „Waldstein-Sonate“ mit András Schiff, einer von Jonas Kaufmann gesungenen Operettenarie und natürlich „Carmen“, dessen umjubelte Premiere nach einem Probebesuch gemeinsam mit dem Förderverein der Oper Leipzig zwei Wochen später stattfand. Lag es an den so schönen Büchern, lag es an der erkenntnisreichen und sehr sympathisch wirkenden Art Frau Dr. Bachs, ihren Verlag und einige der Editionen vorzustellen: Rund die Hälfte der vielen mitgebrachten Bücher fanden zufriedene Besitzer. Zum Schluss drückte die junge Verlegerin die Hoffnung aus, dass trotz der sich wandelnden Medienlandschaft das anspruchsvolle Buch eine Zukunft habe. Aber, dass sei hinzugefügt, ohne solche klugen, kommunikationserfahrenen und auch risikobereiten Verlegerpersönlichkeiten, wie sie Frau Dr. Annika Bach darstellt, wird es wohl deutlich schwieriger sein!

Die Veranstaltungen zur Übergabe der Kleinen Saalorgel am 31. Oktober 2018 waren  besonders geprägt durch die inhaltsreichen und witzigen Worte des Erbauers Kristian Wegscheider mit seiner Dresdener Werkstatt. Deshalb bestand der Wunsch, ihn kurzfristig zu einem unserer „Treffs …“ einzuladen. Herr Wegscheider machte das fast Unmögliche wahr und war fünf Tage vor Weihnachten, also am 19. Dezember 2018, unser Gast. Unsere Mitglieder wollten einfach noch mehr von ihm selbst wissen. Wer diesen Orgelbauer bereits erlebt hatte, musste sich nicht wundern, mit welch rhetorischer Gabe, mit Witz und Selbstironie er aus seinem Leben erzählte. Kristian Wegscheider wurde in Ahrenshoop auf dem Fischland geboren. Die Eltern seien unmusikalisch gewesen. Orgelbauer wurde er unter anderem auch deshalb, weil die erste Frau des bekannten Orgelbauers Hans-Joachim Schuke in Ahrenshoop, ihrem gewählten Alterssitz lebte. Er machte Abitur, begann jedoch kein Studium, und Frau Schuke drängte ihn geradezu: „Kristian, Sie müssen Orgelbauer werden!“ Hinzu kam noch, dass die bekannten Organisten Robert Köbler und Johannes-Ernst Köhler oft in Ahrenshoop auf der Orgel in der berühmten hölzernen Schifferkirche spielten, sodass er dadurch viele Anregungen erhielt. Im Sinn von zeittypischem Imponiergehabe skandierte er als Abiturient oftmals den Satz „Wenn ich mal scheitere im Leben, werde ich Orgelbauer.“ Während seiner NVA-Wehrdienstzeit fühlte er sich offenbar als bereits gescheitert, denn er bewarb sich bei allen vier in der DDR tätigen VEB-Orgelbauwerkstätten. Er wurde schließlich von der Firma VEB Orgelbau-Jehmlich genommen, hatte aber, wie er selbst sagte, „keinerlei Ahnung von Orgelbau“. So arbeitete er in Vorbereitung auf den Orgelbauberuf zunächst ein Jahr bei einem Tischler in Barth und begann danach in Dresden 1975 seine Orgelbaulehre bei dem Orgelbauer Horst Jehmlich. Weil Kristian Wegscheider schnell der Umgang mit alten Orgeln sehr ans Herz gewachsen war, absolvierte er parallel zur Lehre noch ein Fernstudium für Restaurierung von Musikinstrumenten, das er 1980 abschloss. Die Firma Jehmlich erhielt den Auftrag, die berühmte große Silbermann-Orgel in Freiberg zu restaurieren, und der Inhaber vertraute Kristian Wegscheider die Arbeit an. Damals war er 27 Jahre alt, und er bekannte freimütig, dass diese Arbeit an der berühmten Silbermann-Orgel seine eigentliche Schule gewesen sei. Im Dom zu Güstrow restaurierte er wiederum eine alte Orgel, wobei ihm bereits der Gedanke kam, selbständig zu werden. Die Firma Jehmlich erhielt erneut einen Auftrag zum Bau einer Orgel im Dom zu Greifswald. Dort sollte die alte Buchholz-Orgel ausgebaut und durch eine neue Jehmlich-Orgel ersetzt werden. Kristian Wegscheider schlug jedoch deren Restaurierung vor, weil er deren klanglichen Wert trotz des nicht mehr guten Zustandes klar erkannt hatte. Der damalige Bischof Horst Gienke verlangte wegen dieser Haltung Wegscheiders dessen Entlassung. Der Neubau wurde durchgesetzt und deshalb kündigte Wegscheider. Er arbeitete kurze Zeit im Leipziger Musikinstrumenten-Museum als Restaurator und entschloss sich vor der Wende, selbständig zu werden. Einige unserer Mitglieder hatten ja Gelegenheit, seine Werkstatt in Dresden zu besuchen, und alle waren begeistert von dem malerisch gelegenen ehemaligen Bauernhof am Stadtrand Dresdens, wo auch die Kleine Saalorgel entstand.

Auf entsprechende Fragen des dieses Mal moderierenden Herrn Dr. Creuzburg erzählte er, dass es in Deutschland ca. 400 Orgelbauwerkstätten gäbe, davon ca. 50 mittelgroße Werkstätten, zu denen auch er gehöre. Deutschland habe die weltgrößte „Orgeldichte“ mit 50.000 (!) Instrumenten; die Orgelsprache sei deutsch! Kristian Wegscheider legt großen Wert auf den traditionellen, handwerklichen Orgelbau, was einschließt, dass in seiner Werkstatt die Pfeifen noch selbst gebaut werden. Seine Werkstatt mit 17 Beschäftigten pflege, wie gesagt, den traditionsreichen Orgelbau des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts, wie er in Deutschland in dieser Konsequenz nur noch von wenigen weiteren Werkstätten gepflegt wird.

Inzwischen war Gewandhausorganist Michael Schönheit gekommen, und es war klar, dass wir zum einen eine interessante Gesprächsergänzung erhielten, zum anderen natürlich auch noch Gelegenheit hatten, das bereits im „Nikisch-Eck“ stehende Modul 1 der Kleinen Saalorgel zu hören. Man merkte bereits beim Gespräch zwischen den beiden, dass sie sehr gut miteinander arbeiten; Michael Schönheit hatte klare Vorstellungen über die Kleine Saalorgel, und beim Bau warfen sich Kristian Wegscheider und er quasi „die Bälle zu“. Kristian Wegscheider betonte, dass das Modul 2 ausschließlich für den Grossen Saal klanglich konzipiert sei. Er antwortete auf eine entsprechende Frage, dass die Kleine Saalorgel, und das sei das ganz Besondere an diesem Instrument, in vier verschiedenen Stimmtonhöhen spielbar sei. Dies wird entweder durch Verschiebung der Klaviatur erreicht, aber auch durch Stimmringe an den Pfeifen, die es erleichtern, auf der jeweiligen Stimmtonhöhe unterschiedliche historische Temperaturen einzurichten.
Alle Besucher dieses „Treffs …“ hörten derart gespannt zu, dass Kristian Wegscheider schließlich noch fragte, ob er etwas zu dem Begriff „Wohltemperiertes Klavier“ sagen solle, was natürlich auch für die Orgel gelte. Wegen der vielen „Ja’s“ antwortete Kristian Wegscheider sehr witzig, dass man sich unter einem wohltemperierten Klang folgendes vorstellen müsse: Grob umrissen könne man sagen, dass in der Zeit vor J. S. Bach das Intervall Terz das wichtigste konsonante Intervall war. Deshalb stimmte man die Terzen möglichst rein. Wenn man aber die drei Terzen innerhalb einer Oktave rein stimmt, dann ist die Oktave nicht mehr rein. Deshalb musste man eine der drei Terzen „opfern“; man musste sie also verstimmen. Von den zwölf Terzen innerhalb einer Oktave ließen sich deshalb nur acht Terzen rein stimmen. Vier Terzen waren verstimmt. Sie enthielten „akustischen Dreck“, der sich nicht „wegsaugen“ lässt. Wenn man sich dazu folgendes Bild vorstellt, so Wegscheider, wird dieses Problem auch für die Augen „hörbar“: In einem Tanzsaal wird der breite Mittelgang für die acht Terzen ganz sauber poliert. Der „akustische Dreck“, den man nicht wegsaugen kann, wird rechts und links an den Rand geschoben (das sind zwei schlechte Terzen links und zwei schlechte Terzen rechts). Diese damit erreichte Stimmung wird landläufig als mitteltönige Stimmung bezeichnet. Johann Sebastian Bach wollte jedoch den gesamten harmonischen Raum nutzen und nicht nur den breiten polierten Mittelgang. Bach habe nichts anderes gemacht, als den „Dreck“ mehr oder weniger gleichmäßig auf den Tanzboden zu verteilen! Und das nennt man die wohltemperierte Stimmung; das wohltemperierte Klavier ist geboren! Das Gelächter und die Genugtuung, das inhaltlich komplizierte Wort „wohltemperiert“ nun verstanden zu haben, war allgemein!
Selbstverständlich spielte Michael Schönheit noch eine Reihe von kleinen Stücken, wegen der Weihnachtszeit eine Reihe von Variationen zu dem bekannten Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, bei dessen Interpretation deutlich wurde, über welch tolle Variabilitäten allein Modul 1 der Kleinen Saalorgel verfügt. Nicht zuletzt durch diesen langen Nachmittag gewannen wir Mitglieder die Genugtuung, dass sich unser bisher größtes Engagement bei der Beschaffung von Instrumenten für das Gewandhaus wirklich gelohnt hat.

Der erste Gast im neuen Jahr war am 9. Januar 2019 Herr David Petersen, musikalisch tätig in der Gruppe der Ersten Fagottisten im Gewandhausorchester. Gebürtig 1968 in Schwerin als Sohn des dortigen Domkantors an der berühmten Ladegast-Orgel geboren, wuchs er gemeinsam mit fünf weiteren Geschwistern in einem sehr offenen Künstlerhaushalt auf. Sein Vater fasste seinen Beruf als Berufung auf. Wie David Petersen dankbar bekannte, hat er von seinem Vater gelernt, mit Musik die Seelen zu erreichen. Musik wurde zu Hause also großgeschrieben. David Petersen berichtete lachend, das Weihnachtsoratorium in allen Stimmlagen gesungen zu haben. Mit 13 Jahren erwachte in ihm die Sehnsucht nach Orchestermusik, und als Folge gab es für ihn den Wechsel an die Spezialschule für Musik nach Dresden. Schon damals spielte er Fagott, und nach zunächst nur mäßiger Fagott-Leistung, wie er offen bekannte, hatte er nach einem Jahr alle überholt. Damit ergab sich ein sehr guter Übergang zur Dresdner Hochschule für Musik. Das Studium setzte er dann in Berlin fort. Sein aus ideologischen Gründen kritisches Verhältnis zur DDR führte ihn dazu, am 9. Oktober 1989 über Ungarn nach Hannover umzusiedeln. An der dortigen Hochschule legte er sein Examen ab, machte aber sein erstes Probespiel im Gewandhaus. Kurt Masur war von ihm sehr angetan, und er erhielt sofort die Stelle als Solo-Fagottist.

Natürlich stellte die wie immer sehr gut vorbereitete Moderatorin, Frau Prof. Helga Schmidt, auch Fragen nach dem Instrument. Herr Petersen erläuterte, dass das Fagott eigentlich drei bis vier Meter lang sei und im Holzkorpus sozusagen gebogene Röhren verborgen seien. Selbstverständlich baut auch Herr Petersen die Doppelblattrohre des Mundstücks selbst. Dazu braucht man Nerven und beim Spiel immer wieder Reserven. Er selbst spielt ein Instrument des Hannoveraner Fagott-Bauers Leitzinger. Weil er von ihm so begeistert ist, hat das von ihm mitbegründete Fagott-Quartett den Namen „Leitzinger Basson-Quartett“. Daraus geht bereits hervor, dass David Petersen ein begeisterter Kammermusiker ist: Er gehört dem 1993 gegründeten, aus Bläsern und Streichern bestehenden Mendelssohn-Oktett an. Dort werden viele für die fünf Streicher und die drei Holzbläser arrangierten Werke aufgeführt.
Natürlich hörten wir auch Musik, z.B. Ausschnitte aus Mozarts Fagott-Konzert und sogar per Video ein Werk von Wagner, bearbeitet für vier Fagotte. In diesem Zusammenhang verwies David Petersen auch auf ein Konzert am 31. März im Gohliser Schlösschen, in welchem die 5. Sinfonie von Beethoven, bearbeitet für vier Fagotte (!), zur Aufführung kommt.
Selbstverständlich ist David Petersen auch lehrend tätig, und zwar an der Musikhochschule Rostock und an der Musikschule Halle, dort im Grundlagenunterricht. Auf die Frage von Frau Prof. Schmidt nach seinem Hobby, sagte er lachend, sein Hobby sei die Begleitung seiner fünf Kinder, alle als Fechter sportlich aktiv, zu den jeweiligen Wettbewerben. So ein bisschen sei der Fechtsport allerdings auch auf ihn abgefärbt. Das führte zu der wirklichen Einmaligkeit, dass die 2017 in Leipzig stattfindende Fechtweltmeisterschaft mit Gewandhausmusikern eröffnet wurde, die dort die berühmte Bach-Kantate „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ spielte.

Wie bereits vorstehend berichtet, wurde zu Beginn des „Treffs …“ am 13. Februar 2019 dem Gewandhaus anlässlich des 200. Treffs die Gewandhauschronik feierlich überreicht. Dann kam Gregor Nowak zu Wort, der seit 2012 das Schumann-Haus leitet. Er ist, wie er von sich erzählte, kein Musikwissenschaftler, sondern Cellist und der Leiter des Mendelssohn-Kammerorchesters.
Natürlich stand im Jahr des 200. Geburtstages von Clara Schumann die wirklich einmalige Persönlichkeit dieser Künstlerin im Mittelpunkt des „Treffs …“; Sie war sozusagen der eigentliche Gast unserer 200. Veranstaltung. Im lebhaften Zwiegespräch zwischen Frau Prof. Helga Schmidt und Herrn Gregor Nowak wurde die Einmaligkeit dieser weltberühmten Klaviervirtuosin und auch Komponistin beleuchtet. An dieser Stelle können nur Stichpunkte zu den Besonderheiten ihres Lebens und ihres Schaffens genannt werden:

  • Es dürfte weniger bekannt sein, dass nicht ihr Vater, sondern ihre Mutter Marion Clara den ersten Klavierunterricht gab. Friedrich Wieck erkannte jedoch ihr ganz besonderes Talent und förderte es nach Kräften. Clara Wiecks Kindheit war zwar musikerfüllt; sie litt jedoch merklich unter den konstanten ehelichen Zerwürfnissen. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sie aus diesem Grund erst mit fünf Jahren zu sprechen begann.
  • Bereits als 16jähriges Mädchen wurde Clara Wieck in Wien zur kaiserlichen Hofpianistin ernannt!
  • Nach der unter den bekannten dramatischen Umständen geschlossenen Ehe mit Robert Schumann führten beide das damals noch völlig ungewöhnliche „Experiment Künstlerehe“. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war die Tatsache, dass Robert Schumann es so wollte, dass seine Frau Clara die finanzielle Versorgerin der Familie wurde. Trotz ihrer Kinder unternahm sie aus diesem Grund sehr viele Konzertreisen.
  • Nach Robert Schumanns Tod war ihre Konzerttätigkeit quasi existentiell, denn sie musste nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für eine Reihe von Enkeln materiell sorgen.
  • Clara Schumann gab in England erstmals in der Welt reine Klavierabende; das war bis dahin völlig unüblich.
  • Allein im Gewandhaus hat sie 74 Mal gespielt!
  • Clara Schumann war nicht nur eine außergewöhnliche Pianistin, sondern, da es damals Konzertagenturen, wie wir sie heute kennen, noch nicht gab, auch „Managerin“. So verhandelte sie auch selbst – und das als Frau! – über ihre Gage!
  • Clara Schumann fasste ihre Klavierabende auch als Bildungsauftrag auf, und entsprechend stellte sie ihre aufzuführenden Werke als derartiges Konzert zusammen.
  • Clara Schumann war die erste Professorin, und zwar am Frankfurter Konservatorium!


Herr Nowak informierte darüber, dass gegenwärtig im Schumann-Haus in der Inselstraße die Ausstellung völlig neu konzipiert und im Herbst 2019 eröffnet wird. Nicht mehr Robert Schumann allein, sondern das Künstlerpaar steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung. Insgesamt wird es in Leipzig 170 Veranstaltungen zu Clara Schumann geben. Damit steht Leipzig im Zentrum der geburtstäglichen Ehrung für diese außergewöhnliche Künstlerin.

Selbstverständlich gab es auch Musikbeispiele: So hörten wir einen Ausschnitt aus dem 3. Satz ihres Klavierkonzertes op. 7 und Ausschnitte aus dem Liederzyklus „Liebesfrühling“ von Robert Schumann, wobei drei von Clara Schumann komponierte Lieder enthalten sind. Für uns Mitglieder war dieser „Treff …“ ein sehr schöner Auftakt des Clara-Schumann-Jahres!


7. Restliche Termine Generalproben und „Treff im Nikisch-Eck“ Saison 2018/2019

Wegen der vielen zu uns neu gekommenen Mitglieder möchten wir die in dieser Saison noch stattfindenden „Treffs im Nikisch-Eck“ und von uns zu besuchenden Generalproben mitteilen:

Treff im Nikisch-Eck:

Mittwoch, 24. April 2019
Mittwoch, 8. Mai 2019
Mittwoch, 12. Juli 2019

Beginn ist jeweils 15:00 Uhr im „Nikisch-Eck“ im Erdgeschoss des Gewandhausfoyers.

Generalproben:

Donnerstag, 28. März 2019
Donnerstag, 25. April 2019

Treffpunkt ist jeweils 09:45 Uhr im Personaleingang des Gewandhauses.

Wir bitten um Beachtung, dass wir Mitglieder jeweils in Gruppen durch das Haus zum Grossen Saal geführt werden.

8. Neue Mitglieder


Es ist uns eine ganz besondere Freude, über so viele Musikfreunde informieren zu können, die seit dem Erscheinen der letzten „Nachrichten …“ Mitglied unserer Gesellschaft geworden sind. Wir betrachten es sowohl als eine Bestätigung dafür, dass unsere Gesellschaft als Förderverein eine gute Arbeit macht, aber auch als Zeichen dafür, dass die Mitglieder unserer Gesellschaft eine besondere Nähe zum Gewandhaus und insbesondere zum Gewandhausorchester haben möchten.

Aus der Festschrift zur Einweihung der Kleinen Saalorgel+

Lesen Sie HIER Auszüge aus der Festschrift zur Einweihung der Kleinen Saalorgel

© Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig e.V.